Behandlungen

Zirkonkronen

Zirkon ist ein weißes, metallfreies keramisches Gerüstmaterial, das in der Prothetik verwendet wird. Da es Licht durchlässt, wirkt es dem natürlichen Zahn ähnlich, bildet am Zahnfleischrand keine dunkle Linie und birgt kein Risiko einer Metallallergie. Es wird bei Einzelzahnkronen, Brücken und implantatgetragenem Zahnersatz eingesetzt.

Behandelt von: Zahnärztin Aycan Işık Taş
Zahnärztin Aycan Işık Taş
  • Metallfrei; kein grauer Rand am Zahnfleischsaum
  • Digitales Design und digitale Fertigung (CAD/CAM)
  • In der Regel 2–3 Sitzungen, 5–10 Tage
  • Vollzirkon-Kronen (monolithisch) oder keramisch verblendete Varianten

Kurz gesagt: Zirkon ist ein metallfreies Gerüstmaterial, das in der Prothetik verwendet wird. Bei Kronen und Brücken wird es im Hinblick auf Ästhetik und Haltbarkeit in Betracht gezogen.

Was ist das?

Eine Krone ist eine künstliche Hülle, die einen Zahn mit Substanzverlust oder Farb- und Formproblemen vollständig umschließt. Bei der Zirkonkrone wird das Gerüst dieser Hülle digital aus Zirkonoxidkeramik gefräst; es kann mit Keramik verblendet oder als Vollzirkonkrone (monolithisch) einteilig hergestellt werden. Bei der metallkeramischen Krone besteht das Gerüst dagegen aus Metall; es lässt kein Licht durch, und im Lauf der Jahre kann am Zahnfleischrand eine graue Linie sichtbar werden.

Wann ist sie nötig?

  • Zähne, die durch große Karies oder einen Bruch so viel Substanz verloren haben, dass sie sich mit einer Füllung nicht mehr versorgen lassen
  • Wurzelkanalbehandelte Seitenzähne mit erhöhtem Bruchrisiko
  • Ausgeprägte Verfärbungen und Formstörungen (wenn Zahnaufhellung und Veneers nicht ausreichen)
  • Ersatz eines fehlenden Zahns durch eine Brücke; Kronen und Brücken auf Implantaten
  • Erneuerung alter Kronen, bei denen der Randschluss nicht mehr stimmt oder der Metallrand sichtbar ist

Ein gesunder Zahn wird nicht allein wegen der Farbe überkront; in diesem Fall werden zunächst Möglichkeiten mit geringerem Substanzverlust wie Zahnaufhellung oder Veneers beurteilt.

Frontzahn oder Seitenzahn?

Im Frontzahnbereich ist die Ästhetik ausschlaggebend: Infrage kommen mehrschichtiger Zirkon mit hoher Lichtdurchlässigkeit oder, wenn genügend Zahnsubstanz vorhanden ist, Veneers bzw. Vollkeramik. Im Seitenzahnbereich steht die Haltbarkeit im Vordergrund; Vollzirkon senkt wegen seiner großen Härte das Risiko von Keramikabplatzungen und kann bei Zähneknirschen bevorzugt werden. Die Einstellung der Okklusion erfolgt sorgfältig; eine Nachtschiene verlängert die Lebensdauer der Kronen.

Ablauf

  1. Untersuchung und Röntgen: Gesundheit des Zahns, eine eventuell nötige Wurzelkanalbehandlung und der Zustand des Zahnfleischs werden beurteilt; die Farbauswahl erfolgt bei Tageslicht im Vergleich zu den Nachbarzähnen.
  2. Präparation des Zahns: Der Zahn wird so weit beschliffen, wie es für den Sitz der Krone nötig ist; dies geschieht unter örtlicher Betäubung.
  3. Abformung: Digitaler Scan oder konventionelle Abformung; ein Provisorium wird eingesetzt.
  4. Labor: 3–7 Tage. Das Gerüst wird digital gefräst, die Keramik aufgetragen oder die monolithische Krone charakterisiert und glasiert.
  5. Anprobe und Eingliederung: Randschluss, Biss und Farbe werden geprüft; bei Bedarf wird korrigiert und die Krone befestigt. Kontrolle nach 1–2 Wochen.

Lebensdauer und Pflege

Gut geplante und gepflegte Kronen halten in der Regel 10–15 Jahre. Die Lebensdauer hängt von der Gesundheit des Zahns unter der Krone, der Zahnfleischpflege, Zähneknirschen und regelmäßigen Kontrollen ab. Die Krone selbst bekommt keine Karies; der Zahn am Kronenrand kann jedoch Karies bekommen. Deshalb sind Zahnseide und Interdentalbürsten bei überkronten Zähnen noch wichtiger.

Besuchsplanung für Patienten aus dem Ausland

Zirkonkronen werden meist in einem einzigen Besuch von 5–10 Tagen abgeschlossen: in den ersten Tagen Untersuchung, Präparation und Abformung; nach der Laborzeit Anprobe und Eingliederung. Ist eine Wurzelkanal- oder Zahnfleischbehandlung nötig, kann sich die Dauer verlängern.

Worauf zu achten ist

  • Passung und Dichtigkeit am Kronenrand sind entscheidend; andernfalls können sich am Rand Karies und eine Zahnfleischentzündung entwickeln.
  • Das Beißen auf harte Gegenstände oder die Benutzung der Zähne als Werkzeug kann zu einem Bruch der Krone führen.
  • Bei Zähneknirschen bzw. -pressen wird dies in der Planung berücksichtigt; eine schützende Nachtschiene kann nötig sein.
  • Die Präparation des Zahns ist ein nicht umkehrbarer Eingriff; bei einem gesunden Zahn werden zuerst Möglichkeiten mit geringerem Substanzverlust beurteilt.
  • Regelmäßiges Zähneputzen, Zahnseide und zahnärztliche Kontrollen sind erforderlich.

Häufig gestellte Fragen

Zirkon oder metallkeramische Krone?

Im Frontzahnbereich überzeugt Zirkon durch Lichtdurchlässigkeit und Zahnfleischverträglichkeit; im Seitenzahnbereich bieten beide Möglichkeiten ausreichende Haltbarkeit. Die Entscheidung wird bei der Untersuchung nach Position des Zahns, verbleibender Zahnsubstanz, Biss und Wunsch des Patienten getroffen.

Verändert sich die Farbe der Zirkonkrone?

Die Keramikoberfläche nimmt keine Verfärbungen an; eine Farbveränderung ist nicht zu erwarten. Werden die natürlichen Zähne aufgehellt, hellt sich die Krone nicht mit auf; für eine stimmige Optik wird die Zahnaufhellung deshalb zuerst durchgeführt.

Ist sie für Menschen mit Metallallergie geeignet?

Ja; Zirkon- und Vollkeramikvarianten enthalten kein Metall.

Was, wenn unter der Krone Schmerzen auftreten?

Eine Wärme-Kälte-Empfindlichkeit ist in den ersten Wochen vorübergehend. Bestehen anhaltende Schmerzen oder Schmerzen beim Zubeißen, kann für den Zahn unter der Krone eine Wurzelkanalbehandlung nötig sein; bitte vereinbaren Sie eine Kontrolle.

Ist eine Untersuchung nötig?

Ja. Materialwahl, Umfang der Präparation und die Notwendigkeit einer Wurzelkanalbehandlung lassen sich nur durch Untersuchung und Röntgenaufnahme bestimmen.

Wie viele Sitzungen dauert es?

In der Regel 2–3 Sitzungen: Präparation und Abformung, Anprobe, Eingliederung. Mit der Laborzeit 5–10 Tage.

Kann Zirkon brechen?

Wie bei jedem Zahnersatzmaterial kann es bei übermäßiger Krafteinwirkung zu Brüchen kommen.

Wie erfolgt die Farbauswahl?

Sie wird gemeinsam mit der Zahnärztin bzw. dem Zahnarzt unter Berücksichtigung der natürlichen Zahnfarbe und der Erwartungen des Patienten getroffen.

Die Angaben auf dieser Website dienen der Information; für Diagnose und Behandlung ist eine zahnärztliche Untersuchung erforderlich.

Kontakt

Untersuchungstermin für Zirkonkronen

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