Behandlungen

Zahnimplantat

Ein Implantat ist eine Titanschraube, die anstelle der Wurzel eines verlorenen Zahns in den Kieferknochen eingesetzt wird. Nachdem sie mit dem Knochen verwachsen ist, wird darauf eine Krone, eine Brücke oder eine Vollprothese angefertigt. Da die Nachbarzähne nicht beschliffen werden müssen, wird es bei fehlenden Zähnen häufig gewählt.

Behandelt von: Zahnarzt Mehmet Taş (M.Sc.)
Operationsraum
  • Lösungen für einen Zahn, mehrere Zähne oder den gesamten Kiefer
  • Verwachsung mit dem Knochen 2–4 Monate; in geeigneten Fällen provisorischer Zahn am selben Tag
  • Planung mit Panoramaröntgenaufnahme und bei Bedarf DVT
  • Für Patienten aus dem Ausland in der Regel zwei Besuche

Kurz gesagt: Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan, die bei fehlenden Zähnen in den Kieferknochen eingesetzt wird. Mit der darauf geplanten Versorgung werden Funktion und Ästhetik wiederhergestellt. Die Eignung wird durch Untersuchung und radiologische Beurteilung festgestellt.

Was ist das?

Das zahnwurzelförmige Titanimplantat wird unter örtlicher Betäubung in den Kieferknochen eingesetzt. Titan ist gewebeverträglich; innerhalb weniger Monate haftet der Knochen an der Implantatoberfläche (Osseointegration). Ist diese Verwachsung abgeschlossen, wird auf dem Implantat ein Verbindungsteil, das sogenannte Abutment, und darauf die Krone befestigt. Bei mehreren fehlenden Zähnen dienen Implantate als Brückenpfeiler, bei völliger Zahnlosigkeit als Träger einer festsitzenden oder verankerten Prothese.

Für wen ist es geeignet?

Infrage kommen Personen, deren Wachstum abgeschlossen ist (in der Regel über 18 Jahre), deren Kieferknochenvolumen ausreicht und deren Allgemeinzustand für einen chirurgischen Eingriff geeignet ist. Eine obere Altersgrenze gibt es nicht; entscheidend ist der Allgemeinzustand. Die folgenden Situationen werden bei der Untersuchung gesondert beurteilt, und ein Teil davon lässt sich durch Behandlung korrigieren:

  • Nicht eingestellter Diabetes: Ist er gut eingestellt, liegen die Erfolgsraten nahe an denen gesunder Personen; die Heilung kann etwas länger dauern.
  • Rauchen: Erhöht das Risiko einer ausbleibenden Verwachsung und einer Entzündung um das Implantat deutlich; es wird empfohlen, vor und nach dem Eingriff damit aufzuhören.
  • Einnahme von Bisphosphonaten / Denosumab: Diese bei Osteoporose oder Krebsbehandlung eingesetzten Medikamente können Heilungsprobleme im Kieferknochen verursachen; die Entscheidung wird gemeinsam mit der verordnenden Ärztin bzw. dem verordnenden Arzt getroffen.
  • Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich, aktive Zahnfleischerkrankung, unbehandelte Infektion: Zuerst wird die jeweilige Behandlung abgeschlossen.
  • Blutverdünner: Das Medikament wird nicht abgesetzt; die Blutungskontrolle wird eingeplant.

Ablauf

  1. Beurteilung: Mit Untersuchung, Panoramaröntgenaufnahme und bei Bedarf dreidimensionaler Tomografie (DVT) werden Knochenvolumen, Nervkanal und Lage der Kieferhöhle vermessen; Krankengeschichte und Medikamente werden erfasst.
  2. Chirurgische Einsetzung: Unter örtlicher Betäubung, bei einem einzelnen Implantat meist ein Eingriff von 30–60 Minuten. In geeigneten Fällen kann das Implantat in derselben Sitzung wie die Zahnentfernung eingesetzt werden.
  3. Einheilung (Osseointegration): Im Unterkiefer 2–3, im Oberkiefer 3–4 Monate. Im ästhetisch sichtbaren Bereich kann für diese Zeit ein Provisorium angefertigt werden.
  4. Zahnersatz: Es wird eine Abformung (digital oder konventionell) genommen; Krone, Brücke oder implantatgetragener Zahnersatz werden im Labor hergestellt und eingesetzt.
  5. Kontrolle: Im ersten Jahr alle 3–6 Monate, danach einmal jährlich Kontrolle und professionelle Zahnreinigung empfohlen.

Wenn der Knochen nicht ausreicht

In Bereichen, die lange zahnlos waren, bildet sich der Knochen zurück. Das schließt ein Implantat nicht aus, verändert aber die Planung. Zu den Möglichkeiten gehören Knochenaufbau (mit körpereigenem Knochen oder fertigem Knochenersatzmaterial), Sinuslift im hinteren Oberkiefer, in geeigneten Fällen kurze oder schmale Implantate sowie bei völliger Zahnlosigkeit die angewinkelte Einbringung (Planung nach dem All-on-4-Prinzip). Ist ein Knochenaufbau erforderlich, verlängert sich die Behandlungsdauer um einige Monate.

Nach dem Eingriff

Am ersten Tag werden kalte Kompressen und die verordneten Medikamente angewendet; Schwellung und leichte Schmerzen sind an 2–3 Tagen normal. Die Fäden werden nach 7–10 Tagen entfernt. Ein Implantat kann keine Karies bekommen; Zahnfleisch und Knochen um das Implantat können sich jedoch entzünden (Peri-Implantitis). Zweimal tägliches Zähneputzen, Interdentalbürsten oder Zahnseide und regelmäßige Kontrollen bestimmen die Lebensdauer des Implantats.

Besuchsplanung für Patienten aus dem Ausland

Eine Implantatbehandlung erfordert meist zwei Besuche: Beim ersten finden Untersuchung, DVT und Eingriff statt (3–5 Tage); beim zweiten, 2–4 Monate nach abgeschlossener Verwachsung mit dem Knochen, folgen Abformung, Anprobe und Eingliederung des Zahnersatzes (5–8 Tage). Für die Ersteinschätzung aus der Ferne genügen Panoramaröntgenaufnahme und Fotos; der endgültige Plan steht erst nach der Untersuchung in der Praxis fest. Einzelheiten: Ablauf für internationale Patienten.

Worauf zu achten ist

  • Nach dem Eingriff können Schwellung, leichte Schmerzen und Nachsickerblutungen auftreten; die mitgegebenen Pflegehinweise müssen befolgt werden.
  • Rauchen und unzureichende Mundhygiene erhöhen das Risiko einer Entzündung um das Implantat (Peri-Implantitis).
  • Nicht eingestellte Allgemeinerkrankungen und manche Medikamente beeinflussen die Heilung; sie müssen bei der Untersuchung unbedingt mitgeteilt werden.
  • Um das Implantat können Knochenverlust, Infektion, eine Lockerung der Schraube oder Komplikationen am Zahnersatz auftreten; regelmäßige Kontrollen ermöglichen es, diese frühzeitig zu erkennen.
  • Das Langzeitergebnis hängt von der häuslichen Pflege und den zahnärztlichen Kontrollen ab.

Häufig gestellte Fragen

Ist für ein Implantat eine Untersuchung nötig?

Ja. Knochenvolumen, Lage von Nerv und Kieferhöhle sowie der Allgemeinzustand werden durch Untersuchung und Bildgebung beurteilt; eine Einschätzung aus der Ferne liefert nur eine erste Information.

Tut der Eingriff weh?

Das Einsetzen erfolgt unter örtlicher Betäubung; an den folgenden 2–3 Tagen können leichte Schmerzen und Schwellung auftreten, die mit einem Schmerzmittel gut kontrolliert werden.

Kann am selben Tag ein Zahn eingesetzt werden?

Sind Knochenqualität und Primärstabilität des Implantats geeignet, kann insbesondere im Frontzahnbereich am selben Tag ein provisorischer Zahn eingesetzt werden. Der endgültige Zahnersatz wird erst nach abgeschlossener Verwachsung mit dem Knochen angefertigt.

Stößt der Körper das Implantat ab?

Titan ist gewebeverträglich, eine allergische Abstoßung ist sehr selten. Ein Misserfolg hängt meist mit Infektion, zu früher Belastung oder Faktoren wie Rauchen zusammen, die die Heilung stören.

Wovon hängt die Behandlungsdauer ab?

Vom Knochenvolumen, einem eventuellen Knochenaufbau, der Zahl der Implantate und der Art des Zahnersatzes. Für ein einzelnes Implantat mit Krone insgesamt 3–5 Monate; bei Fällen mit Knochenaufbau kann es länger dauern.

Ist eine Tomografie zwingend nötig?

Nicht in jedem Fall. Ist das Knochenvolumen grenzwertig oder liegt die Stelle nah an Nerv oder Kieferhöhle, ist die dreidimensionale Bildgebung für eine sichere Planung erforderlich.

Wie lange hält ein Implantat?

Eine einzelne Zeitangabe ist nicht möglich. Sie hängt von Pflege, Allgemeinzustand und regelmäßiger Kontrolle ab.

Für wen ist ein Implantat unter Umständen nicht geeignet?

Bei Personen, deren Allgemeinzustand nicht geeignet ist oder die eine nicht eingestellte Allgemeinerkrankung haben, beurteilt die behandelnde Zahnärztin bzw. der behandelnde Zahnarzt die Eignung.

Die Angaben auf dieser Website dienen der Information; für Diagnose und Behandlung ist eine zahnärztliche Untersuchung erforderlich.

Kontakt

Untersuchungstermin für Zahnimplantat

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